Medienphilologie
Description
Seit der Entstehungszeit der Philologie und ihrer Institutionalisierung im 19. Jahrhundert sind philologische Operationen in zeitgenössischen Mediensystemen verankert: Forschungs- und Bildungsanstalten wie UniversitĂ€ten, Bibliotheken, Archive, Museen oder Schulen produzieren das Erkenntnisinteresse der Philologie: Texte. Die Philologie im klassischen Sinn ist Sammlung, Editierung, Kommentierung und Archivierung textueller Artefakte, um sie fĂŒr potenzielle Leserinnen und Lesern verfĂŒgbar zu machen. Die BeitrĂ€gerinnen und BeitrĂ€ger setzen sich zum Ziel, diesen Kompetenzbereich der Philologie kritisch zu hinterfragen. Sie machen nicht lediglich Texte, sondern auch Medien und Akteure einer vergangenen und gegenwĂ€rtigen Kultur zu GegenstĂ€nden des Erkenntnisinteresses, wie z. B. Manuskripte, Bild- und TontrĂ€ger sowie digitale DatensĂ€tze.