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Description

Die verschwundene, zerstörte, leblose Antike ersteht seit Jahrhunderten immer wieder neu auf, Ă€hnlich wie der mythische Vogel Phönix aus der Asche seines verbrannten Leibes. Bilder ? seien es reine Fantasien, dokumentierende Aufnahmen der Überreste, Rekonstruktionen, Repliken oder Reiseimpressionen ? spielen dabei eine zentrale Rolle. Erst diese kontinuierlichen ?Bildwerdungen? begrĂŒnden, zumindest seit der Renaissance, die Faszination der Antike. Die Bilder machen zugleich besonders deutlich, dass das Interesse nie nur auf eine ?klassische?, römisch-griechische Antike beschrĂ€nkt war, sondern stets die lokalen Antiken der anderen LĂ€nder in Europa, Kleinasien und Nordafrika miteinschloss, ja selbst die Kulturen in Fernost und Amerika zum Vergleich heranzog. FĂŒr diese Bildwerdung der Antike kommt insbesondere dem Medium der Druckgrafik, das seit dem spĂ€ten 15. Jahrhundert eine weite Verbreitung von Abbildungen ermöglichte, entscheidende Bedeutung zu. 0Der Katalog Phönix aus der Asche untersucht die epistemischen Funktionen dieser Grafiken, ihre eigenstĂ€ndigen Möglichkeiten, aber auch die Grenzen des durch sie Darstellbaren, ihr ?Nachleben? durch Neuauflagen, Nachstiche und Übernahmen wie auch ihr VerhĂ€ltnis zu begleitenden Texten. Ein Ausblick beleuchtet den Übergang zu den neuen, mit der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts aufkommenden Möglichkeiten moderner Bildgebung und VervielfĂ€ltigung, allen voran der Fotografie.00Exhibition: Zentralinstitut fĂŒr Kunstgeschichte, MĂŒnchen, Germany (27.06. - 22.09.2019).