Bilder der Macht
Description
Der Band untersucht, wie die Formen und Möglichkeiten des griechischen PortrĂ€ts ausserhalb des Kulturraums, in dem sie zunĂ€chst entstanden waren, aufgenommen und fĂŒr die Zwecke und Anliegen von lokalen Eliten eingesetzt worden sind. Die Gattung der PortrĂ€tstatuen ist in Griechenland fĂŒr religiöse und politische Zwecke entwickelt worden und erfĂŒllte fĂŒr die griechische Gesellschaft zentrale Aufgaben. Seit dem spĂ€ten 5. Jh. v. Chr. haben auch Gesellschaften, die in engem Kontakt mit der griechischen Welt standen, (Mittelitalien, Zypern, die westlichen Randgebiete des Perserreiches), die Möglichkeiten des PortrĂ€ts fĂŒr eigene Zwecke ĂŒbernommen. Die Expansion des hellenistischen Kulturraums seit Alexander d. Grossen machte auch die LĂ€nder Mittel- und SĂŒdostasiens mit diesen Möglichkeiten bekannt. SpĂ€ter war es in besonderem Masse Rom, das die Bildniskunst instrumentalisierte und fĂŒr ihre weitrĂ€umige Verbreitung sorgte.