Vom Verschwinden der TĂ€ter
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Vom Verschwinden der TĂ€ter

by Hannes Heer

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Description

Eine provokante Untersuchung zum deutschen Seelenfrieden Zum ersten Mal seit dem Ende der Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“ Ă€ußert sich Hannes Heer ĂŒber HintergrĂŒnde der Kampagne gegen die Schau, deren Leiter er war. Sie hatte die Legende von der sauberen Wehrmacht in Frage gestellt, und der Schock war entsprechend groß. Die Versuche, die Ausstellung zu diffamieren, waren nach vier Jahren erfolgreich. Sie wurde zurĂŒckgezogen und durch eine neue, völlig entschĂ€rfte Version ersetzt. Der Krieg und seine Verbrechen sind darin wieder zum Werk einiger Spezialisten geworden. Sie zeigt Taten ohne TĂ€ter. Der Vorgang vom Verschwinden der TĂ€ter begann indessen frĂŒher. Hannes Heer findet bezeichnende Indizien in Aufzeichnungen und Nachkriegs-erinnerungen von Soldaten, im Wirken der Zensur bei den Kriegsromanen Bölls und Remarques, in Ernst JĂŒngers Umdeutung des eigenen Tagebuchs von 1942. Inzwischen sind auch Nazi-Argumente kein Tabu mehr, wenn von Historikern den Juden die Schuld am eigenen Tod gegeben wird, sie von Politikern schlicht zum TĂ€tervolk erklĂ€rt werden oder, wie bei Jörg Friedrich in "Der Brand", die Deutschen im Bombenkrieg nichts als Opfer sind.

(Quelle: Aufbau-Verlag)