Ich und Du
Description
Martin Buber lebte von 1878â1965. AnlĂ€sslich des 100. JubilĂ€ums der PuÂblikation seines Hauptwerks »Ich und Du« im Jahr 1923 veranstalteÂte die Martin Buber-Gesellschaft 2023 die Tagung »100 Jahre âșIch und Duâč. Zur Bedeutung des dialogischen Denkens«, das die bis heute anÂdauernde Relevanz der von Buber begrĂŒndeten Dialogik in weiten TeiÂlen der Gesellschaft verfolgt hat. Der Band versammelt, ergĂ€nzt durch BeitrĂ€ge weiterer Autorinnen und Autoren, die BeitrĂ€ge dieser Tagung.
Martin Bubers Philosophie gehört zu jenem âșneuen Denkenâč, das sich in seiÂner argumentativen Entwicklung vom Beginn des 20. Jahrhunderts an kritisch gegen die neuzeitlich-moderne Subjektphilosophie wendet, weil bei dieser Ausrichtung das konkrete Leben und mit ihm insbesondere die personale Andersheit nicht angemessen BerĂŒcksichtigung und Anerkennung finden. Der âșAndereâč meint zunĂ€chst den Mitmenschen, in weiterer Beziehung aber auch Gott. Zum zentralen Thema und Ausgangspunkt jenes Denkens wird dabei der Dialog. Diese Sichtweise entfaltete Martin Buber erstmals vor gut 100 Jahren in seiner 1923 erschienenen Schrift »Ich und Du«. Das Werk gilt als richtungsweisend, das zwar einerseits in vielen Passagen intuitiv verstĂ€ndÂlich ist, dessen argumentative Rekapitulation jedoch anspruchsvoll bleibt. Im vorliegenden Band wird nach dem gedanklichen Gehalt des dialogischen Denkens gefragt und seine aktuelle Bedeutung im Rahmen verschiedener geÂsellschaftlicher, politischer, philosophischer und religiöser Horizonte erörtert.
Mit BeitrĂ€gen von Doerte Bischoff, Dominique Bourel, Heike BreitenÂbach, Bernd Feininger, Stephan GrĂ€tzel, Wolfgang Krone, Karl-Josef KuÂschel, Paul Mendes-Flohr, Regine Romberg, Wilhelm Schwendemann, Gottfried Matthias Spaleck, Hans-Joachim Werner und Siegbert Wolf.
(Quelle: Edition AV)