Der Revolutionsmythos in Mexiko
Description
Der Literatur ĂŒber politische Mythen wird ein weiteres Buch hinzugefĂŒgt. Seinen Innovationswert leitet es erstens aus dem in Europa selten bearbeiteten Anwendungsgebiet des Mythos auf die mexikanische Revolution und zweitens aus seinem theoretischen Anspruch ab, die Konstellation zwischen Mythen- und Gesellschaftswandel herzustellen. Die mexikanische Revolution von 1910 wird unter dem Gesichtspunkt der Mythentheorie von Ernst Cassirer und Hans Blumenberg und der GedĂ€chtnistheorien von Jan und Aleida Assmann behandelt. In den einzelnen BeitrĂ€gen des Sammelbandes fragen die Autoren, zu denen auch die Verfasserin gehört, auf welche Weise und mit welchen Absichten - ikonographisch, rituell und narrativ vermittelt - ĂŒber die mexikanische Revolution erzĂ€hlt wurde und welche Entwicklung der Revolutionsmythos selbst im Kontext mit gesellschaftlichen UmbrĂŒchen und politischem Wandel durchlebte. Das Buch macht deutlich, daĂ politischer Wandel und Mythenwandel zusammenhĂ€ngen und daĂ zwischen Mythenwandel und gesellschaftlichen Transformationsprozessen ebenfalls eine innere Konstellation besteht. Die Herausgeberin Raina Zimmering hat Geschichte, Kunstgeschichte und Ethnographie an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin studiert, zur AuĂenpolitik Argentiniens promoviert und zur Sicherheitspolitik Brasiliens, Argentiniens und Uruguays habilitiert. UnterrichtstĂ€tigkeit in den USA, Argentinien und Mexiko. Seit 1994 arbeitete sie an der Humboldt-UniversitĂ€t. GegenwĂ€rtig ist sie am Institut fĂŒr Geschichtswissenschaften als Lehrbeauftragte fĂŒr Sozialgeschichte lateinamerikanischer LĂ€nder tĂ€tig.